Glockenbeiern -
  News
  Kontakt
  Foto-Galerie
 Menü

   Angelusgebet
Artikel zum Kaufen:
 
 Datum / Zeit
 
 
 Zähler
Diese Seite heute
Insgesamt: 2
einzigartig.: 1

Diese Seite insgesamt
Insgesamt: 5315
einzigartig.: 3468

Seite.
Insgesamt: 11369
einzigartig.: 4718
 
 Glockenbeiern

 
Glockenkonzert am 1. und 2. September 2006
Was ist Glockenbeiern?
Programm des Glockenkonzertes der Basilika
Daten zu den Glocken der Basilika
 Glockenkonzert am 1. und 2. September 2006 Am Seligenstädter Kirchweihfest, am Sonntag den 27. August, fand die Generalprobe für das Seligenstädter Glockenkonzert statt. Der Glockensachverständige des Bistums Mainz, Günter Schneider, leitete die Probe, an der sich sechs Musiker beteiligten. Von 20 Uhr bis 22 Uhr konnte man Melodien von fünf Glocken der Basilika hören.
Bei diesem Verfahren, das auch als Glockenbeiern bezeichnet wird, werden die Glocken nicht bewegt, sondern in unterschiedlichen Rhythmen mit dem Klöppel angeschlagen.
Es wurden unter anderem die Melodien gespielt: “Nun jauchzt dem Herren alle Welt“, “Freu’ dich du Himmelskönigin“ und “Zu dir o Gott erheben wir“.Das Glockenkonzert wurde aufgeführt am Freitag, den 1. September, um 21.15 Uhr und am Samstag, den 2. September, um 17 Uhr. Die Zuhörer versammelten sich vor dem Haupteingang der Basilika, da hier die Akustik am Besten ist.
 
 Glockenbeiern_1c 
 
 Florian Lutz und Axel Korb ziehen an den Seilen, mit denen die Klöppel bewegt werden.
 
 Glockenbeiern_3c 
 
 Thomas Knapp zieht das Seil, das er zuvor am Klöppel befestigt hat.
 Glockenbeiern_2c
 
 Florian Lutz schlägt die Glocke “St. Marcellinus und Petrus“ mit dem Klöppel an. 
 Was ist Glockenbeiern? Glocken werden heute in der Regel von einem Motor angetrieben und schwingend in einem festen Rhytmus geläutet. In früheren Zeiten gab es dagegen eine Vielzahl von anderen Läutesitten, von denen beim Glockenkonzert einige vorgestellt werden sollen.
Beiern nennt man das rhythmische Anschlagen der ruhenden Glocke. Der Klöppel wird bis kurz vor den Glockenrand gezogen und mit Seilen arretiert. Dann braucht der Glöckner nur noch fest am Seil zu ziehen und kann die Abfolge und die Anschlagstärke des Tones beeinflussen. Diese Läutesitte gibt es bis heute am Niederrhein, aber auch in Dänemark, Russland, Slowenien und Spanien, sowie in Jerusalem und Bethlehem. Programm des Glockenkonzertes der Basilika: Melodie-Beiern mit 4 Glocken (des’ - es’ - f ’ - as’)
Die Glocken werden durch Seile nach Art eines Glockenspieles angeschlagen.
Motive: “Nun jauchzt dem Herren alle Welt”, “Freu’ dich du Himmelskönigin”, “Zu dir o Gott erheben wir” Rheinisches Kirmesbeiern mit 3 Glocken (es’ - f ’ - as’)
Glocken-Schlagen zu Hochfesten und Feiertagen in rhythmischer Abfolge. Ein freier Refrain wird durch kleine musikalische Einheiten variiert. Westfälisches Nachtsangläuten (des’ - es’ - f ‘)
Eine Glocke (es’) wird schwingend geläutet, sie gibt den Rhythmus vor; zwei andere Glocken werden dazu im Gegentakt angeschlagen. Russisches Taktläuten (Swon) mit 5 Glocken (b° - des’ - es’ - f ‘ - as’)
Glocken in Russland sind starr aufgehängt und werden in unterschiedlichen Rhythmen angeschlagen. Die großen Glocken geben den Takt vor. Kluniazenserläuten (mit allen 6 Glocken der Basilika)
Diese Art des schwingenden Läutens, bei der die Glocken nacheinander ertönen, trägt den Namen KLUNY, dem größten Benediktiner-Kloster in Burgund. Sie entspringt den Läute-Ordnungen der großen mittelalterlichen Kirchen und Klöstern. Da es den Glockengießern damals nicht immer gelang, eine vielstimmige Harmonie aus mehreren Glocken zu erreichen, wurden diese nacheinander einzeln geläutet, um Dissonanzen zu vermeiden. Natürlich sind heute Glocken sauber aufeinander abgestimmt, doch die alte Läutesitte hat dennoch ihren Reiz und wird an hohen Festtagen noch in mehreren Benediktiner-Abteien Deutschlands gepflegt.
 
 
Daten zu den Glocken der Basilika
NameTonGewichtDurchmesserGiesserGussjahr
St. Marcellinus & Petrus3300 kg174 cmOtto1925
St. Mariades´2100 kg144 cmOtto1925
St. Johanneses´1600 kg127 cmOtto1925
St. Bartholomäusf ´1300 kg110 cmOtto1925
St. Laurentiusas´650 kg98 cmOtto1950
St. Benediktb´ 410 kg86 cmRincker1999
Diese Seite benutzt e107, veröffentlicht unter den Bedingungen von GNU GPL Lizenz.